ASTRO - PHYSIK

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

Albert Einstein

Ein altbekannter Einstieg

MATLAB

Die erste Woche war geprägt von administrativem – wie aus vergangenen Semestern bereits bekannt. Die Professoren haben sich, den ungefähren Inhalt des Kurses, sowie allfällig ergänzende Literatur vorgestellt. Auffällig war dabei, wie gerne sie auf Bücher in ihren Listen verwiesen, welche sie uns eher nicht empfehlen würden. Ein Professor wurde auch nicht müde uns darauf hinzuweisen, dass der Besuch seines Kurses nicht obligatorisch für das ablegen der Prüfung sei. Dies gilt zwar für alle Kurse, ihm war es aber ein besonderes Anliegen.

Nach einer etwa viertelstündigen Vorstellung ging es dann aber jeweils doch bereits los mit dem Vorlesungsstoff. Jedoch war dies meist darauf beschränkt vergangenes und bereits bekanntes wieder aufzufrischen oder die grundlegenden Begriffe zu definieren.

Fachlich gab es in der ersten Woche also noch nicht viel neues. Den Grossteil der Zeit wendete ich dann aber für einen Kurs aus dem vergangenen Semester auf. Den Laborkurs. Dort galt es während des Semesters vier Experimente durchzuführen und einen Bericht darüber zu schreiben – begonnen mit einer theoretischen Einführung, gefolgt von der Durchführung des Experiments, den erreichten Resultaten und einer Auswertung derer. Das vierte Experiment haben wir (man arbeitet zu zweit, because there is a million ways to die in the lab) zwar bereits durchgeführt, die Daten jedoch noch nicht ausgewertet. Dies bedarf noch einiger Programmierarbeit. Unsere Auswertung machen wir meist mit MATLAB. Zunächst muss man sich überlegen, wie man seine Rohdaten in die Form der gewünschten Resultate bringen kann. Hierbei muss man die physikalischen Zusammenhänge kennen. Ein Messgerät gibt beispielsweise eine Spannung aus. Aus dieser Spannung kann man dann zum Beispiel die Temperatur des Himmels berechnen und mit anderen Regionen des Himmels, wo man andere Spannungen gemessen hat, vergleichen. Oft muss man auch aus den verrauschten Daten die gewünschten Werte extrahieren können. Der geschriebene Code sollte also eine gewissen Fehlertoleranz aufweisen. Pro Experiment hatten wir wohl je etwa 50 Stunden Programmieraufwand. Doch am Ende kriegt man aus den Rohdaten irgendwelche schönen Grafiken und lernt etwas neues über die Natur und die Welt die einen umgibt. Ein obskurer, abstrakter und komplexer Weg der zwei Dinge aus dem Alltag neu verknüpft. Das ist Physik.


 

PS: A million ways to die in the lab: Bei der Einführung zum Laborkurs wurde explizit darauf hingewiesen, dass man sich nicht alleine im Labor aufhalten dürfte. Man arbeite mit Starkstrom, Lasern, verschiedenen Strahlungen – elektromagnetische und radioaktive, giftigen Substanzen oder hin und wieder auch mit grossen Maschinen. Eben: a million ways to die in the lab.

Altlast Laborbericht
 

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Dienstag, 16. Oktober 2018
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